Wie aus einem Bücherwurm eine Bücherbotin wurdeBuecherbote

von St. Otto


In der Stadtbücherei Schenefeld fiel ich irgendwann über den neusten Flyer des FFS. Für das jüngste Projekt wurden freiwillige Helfer gesucht die bereit waren, als Bücherboten Mitbürger zuhause mit den entsprechend gewünschten Medien zu versorgen. Solange man selbst mobil ist, denkt man selten darüber nach, dass es anderen Menschen möglicherweise anders geht. So nahm ich also den genannten Aufruf  mit nach Hause, um der Sache auf den Grund zu gehen.


Kurz darauf nahm ich Kontakt mit dem Forum auf. Noch am selben Nachmittag instruierte man mich dort mit den Zielsetzungen und da das Projekt gerade erst aus der Taufe gehoben worden war, war aller Anfang doch schwerer als gedacht.


Als eine der ersten Bücherbotinnen war es nun an mir, in Absprache mit Frau Criegee, der Initiatorin dieses Angebots, nach dem offiziellen Pressetermin in den Seniorenwohnanlagen in Schenefeld selbst vor Ort „Kundschaft“ zu akquirieren, da es zu diesem Zeitpunkt noch keine privaten Anfragen für diesen Dienst gab. So lernte ich gleich zwei weitere Damen des Forums kennen, die vor Ort regelmäßig Bewohner besuchen oder unterrichten und im ersten Anlauf für mich als Bindeglied und Insider fungierten. Auch in diesem Bereich arbeitet das FFS immer Hand in Hand.


War ich anfangs noch ganz zuversichtlich, so zog es sich doch über einige Wochen hin, bis Frau/Mann dem Projekt Vertrauen schenkte. Der häufigste Stolperstein mag wohl der gewesen sein, dass viele dieser Herrschaften einfach nicht glauben mochten, dass ein solches Angebot wirklich kostenlos und freiwillig sei. Dann konnte es aber losgehen. Mit den entsprechenden Anträgen (der bürokratische Teil wird von mir übernommen) wurden „meinen“ Damen ihre Leserausweise kostenlos ausgestellt und ich konnte endlich die ersten Bücherwünsche ausliefern. Seitdem versuche ich, die Anfragen nach Lieblingsautor, Titel oder Themengebiet zu erfüllen und zeitnah umzusetzen. Auf diese Weise habe ich bereits so manches Buch überbracht und mich immer über die kleinen Klönschnacks mit „meinen“ Damen gefreut, denn so viel Zeit muss natürlich auch sein. Und so nehme ich auf umgekehrtem Wege auch immer ein kleines Stück Lebensweisheit für mich persönlich wieder mit.

 

 

 

Bücherboten

von A. Schweig


Ich heiße Angelika Schweig und wohne in der betreuten Wohnanlage Rüpcke in Schenefeld. Vor ungefähr einem Jahr wurde uns Frau Otto vorgestellt. Sie wollte für uns in die Bücherei gehen, Bücher entleihen und diese zu uns bringen. Wir wurden nach unseren Wünschen gefragt und Frau Otto besorgte dann diese Bücher, brachte sie zu uns und verlängerte sie bei Bedarf. Wenn sie zu uns kommt, hat sie immer Zeit für ein Gespräch und für Anregungen. Es ist schön jemanden zu haben, der uns die Bücher wieder näher bringt.
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